DER MENSCH
IM MITTELPUNKT

Eurofedop Kongress

Nach vielen nur virtuellen Treffen konnte endlich wieder einmal eine physische Veranstaltung (24.-25.6.2022)  in Gent im Augustinerkloster mit ca. 90 Delegierten aus 14 Ländern organisiert werden. Und dies zum 50 jährigen Jubiläum von Eurofedop. Von der FCG/GPF waren die Kollegen Manfred Wiedner und Rainer Siegl anwesend.

Es gab vieles zu diskutieren und einige Beschlüsse wurden gefasst.

Zu folgenden Themen wurden  Resolutionen verabschiedet:

  • Digitalisierung
  • Kampf gegen Gewalt am Arbeitsplatz
  • Demographie im öffentlichen Dienst
  • Covid und ihre Auswirkungen
  • Krieg in Europa und die Inflation

Es gibt also viele Themen, die es gilt, von den Gewerkschaften aufgearbeitet zu werden und als verlässlicher Sozialpartner die Regierungen dazu zu bringen, die besten politischen Lösungen zu finden.

Wichtige FCG – Forderung umgesetzt!

Abschaffung der Kalten Progression!!

Die von der Bundesregierung vorgestellte Entlastungsoffensive gegen die enorme Teuerung wirkt sich für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer positiv aus und enthält viele unserer Forderungen.

Noch heuer wirksame Sofortmaßnahmen (rund 5 Mrd. Euro):

  • 500 Euro für Jeden und Jede: Davon 250 Euro Klimabonus und 250 Euro Bonus für alle Erwachsenen
  • CO2-Bepreisung wird auf Oktober verschoben
  • 180 Euro als zusätzliche Einmalzahlung bei der Familienbeihilfe im August
  • Vorziehen des Familienbonus (2.000 Euro) und Erhöhung des Kindermehrbetrags (550Euro) auf 2022
  • Digi-Scheck für Lehrlinge (bis zu 3 mal 500 Euro pro Jahr) wird bis 2024 verlängert
  • Erhöhter Absetzungsbetrag für 2022 (500 Euro)

Strukturelle Maßnahmen (rund 22 Mrd. Euro bis 2026)

  • Abschaffung der Kalten Progression
  • Valorisierung der Sozialleistungen

Diejenigen, die noch immer „ein Haar in der Suppe “ finden,  sollten einen Blick in die Nachbarländer – wie etwa Deutschland – werfen. Dann könnten sie erkennen, wie groß das Entlastungspaket in Österreich mit den vorgestellten Maßnahmen ausfällt.

Eurer

Gottfried Kehrer

Ostern – Zeit der Wunder

Missverhältnisse, Missverständnisse und 1 Hoffnung

Was sagt uns 1:5?

Nicht die wunderbare Brot(=Einkommens) vermehrung bei A1, leider. Sondern das offensichtliche Leistungsvermögen Österreicher : Bulgaren. Wie berichtet, feiert das NEARSHORING fröhliche Urständ: So wurde ein einheimischer Fachmann abgezogen, seine Arbeit nach Bulgarien transferiert, dort brauchen sie allerdings 5(!), um denselben Job zu erledigen.

Fazit: Wurscht, Hauptsache, die Kosten sind weg (in Ö). Nebeneffekt: unser Spezialist ist in Vorruhestand gegangen, das Knowhow? …. hamma nicht, brauchma nicht! Basta!

Was sagen uns 12 Millionen Euro statt 10!! (plus 24%!!)

So hoch stiegen die Kosten der „Leitenden A1-Angestellten“ 2021, sprich des A1-Managements.

Verantwortlich dafür sind die Prämiensysteme.

Fazit: Nicht wundern, dass diese Leute nur EIN ZIEL haben – die Prämien zu ergattern, koste es, was es wolle!

By the way: die Lohnerhöhung in KV 3 F betrug 5,2%, nicht +24%!

Dear Heads and Senior Directors (damit wir wissen, von wem wir eigentlich reden):

  • Wer Knowhow will, sollte deren Träger im Betrieb halten!
  • Wer Fachkräfte will, muss sie auch ausbilden
  • Digitale Transformation ist eine Bringschuld…. der A1!!! NICHT der Kunden!
  • Einsparungen zu Ende denken, um unnötige Mehrkosten zu vermeiden!
  • Wer die Mitarbeiter*innen wirklich motivieren will, der schüttet auch an sie eine Erfolgsprämie aus. Sowas nennt man MITARBEITERBETEILIGUNG!!

Und eine Bitte – hört wenigstens intern mit dem Marketinggeschwurbel und dem Wortgeklingel auf, redet KLARTEXT!!

Herzlichst Euer

Gottfried Kehrer

PS: Unsere Hoffnung …Wenn schon nicht Wunder – dann wenigstens Vernunft!