DER MENSCH
IM MITTELPUNKT

Schutz der Risikogruppen am Arbeitsplatz

Darunter fallen Menschen mit schweren Erkrankungen wie Lungen-, Herz- oder Nierenerkrankungen, Menschen die kürzlich eine Organtransplantation hatten oder Krebspatienten in Behandlung. Es gab eine Expertenrunde zur Definition der Risikogruppe – das Ergebnis war eine enge Gruppe mit schweren Erkrankungen, die bei einer Infektion in der Regel einen besonders schweren Krankheitsverlauf aufweisen. Für diese Gruppe gibt es nun eine bezahlte Dienstfreistellung, wenn Homeoffice bzw. Veränderungen am Arbeitsplatz nicht möglich ist. Der Arbeitgeber bekommt das fortgezahlte Entgelt in diesem Fall vom Krankenversicherungsträger rückerstattet.

Zum genauen Verfahren:

  • Betroffene Personen erhalten ein Schreiben von ihrem Krankenversicherungsträger (wenn man glaubt der Risikogruppe anzugehören, kann man auch ohne Schreiben zum Arzt gehen).
  • Auf Basis des Schreibens kann man zum behandelnden Arzt gehen – dieser prüft anhand der Empfehlungen der Expertengruppe, ob die Voraussetzungen für ein Risiko-Attest vorliegen.
  • Das Risiko-Attest kann dem Arbeitgeber vorgelegt werden.
  • Der Arbeitgeber prüft, ob Homeoffice oder eine Adaptierung des Arbeitsplatzes möglich ist – ist dies nicht der Fall, ist eine bezahlte Dienstfreistellung möglich.
  • Der Arbeitgeber kann das fortgezahlte Entgelt in diesem Fall beim Krankenversicherungsträger auf Antrag und binnen 6 Wochen zu 100 Prozent rückerstatten.
Alle Informationen gibt es hier unter „Schutz von Risikogruppen“: https://www.sozialministerium.at/Informationen-zum-Coronavirus/Coronavirus—Haeufig-gestellte-Fragen.html

 

Radikale Änderung des Arbeitsalltags

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!

Angekündigt hatte es sich ja schon im Dezember in China ……aber das war weit weg. Und jetzt ist es da, das Corona-Virus. Seit 4 Wochen befinden wir uns im Ausnahmezustand. Nichts ist mehr, wie es war. Wie damit umgehen? Wenn jeden von uns täglich Unsicherheit, Ängste und Sorgen plagen, dürfen wir trotzdem den Mut nicht sinken lassen und es heißt NACH VORNE SCHAUEN! Auf uns achten und die anderen achten! Dann erhöhen wir die Chance uns nicht anzustecken.

Deinen Personalvertretern ist die Gesundheit von jedem Einzelnen von Euch wichtig! Dabei gilt ein besonderes Augenmerk den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die vor Ort bei den Kunden, in den Shops sowie im Fieldservice tätig sind. Energisch haben wir uns beim Management dafür eingesetzt, dass nach Möglichkeit alle im Home-Office arbeiten können. So ist es uns auch gelungen, fast das gesamte Callcenter auf Home-Office umzustellen. Einen herzlichen Dank an alle, die dabei mitgeholfen haben.

Erfolgreich konnten wir fürs Erste Kurzarbeit und damit verbundene Lohnkürzungen verhindern. Im Corona-Update vom 3. April wird in Punkt 5 um Aushilfe in überlasteten Bereichen gebeten. Wenn es beim Jahresabschluss um die Bonuszahlungen der Manager geht – fordere ich – dass auch die Hackler solidarisch mit Bonuszahlungen belohnt werden.

Die Corona-Krise hat uns eine radikale Veränderung des Arbeitsalltags beschert. Mit dem Motto „Bleib daheim“ geht unser Callcenter in Arbeit unter. Die Mehrheit der Bevölkerung ist noch nicht soweit, alles online zu erledigen und unsere Systeme sind auch noch nicht jedermann tauglich. Seit Jahren fordere ich, wie man jetzt zu Recht sieht, hier mehr in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie in die Systeme zu investieren.

Im Klartext: IHR, LIEBE KOLLEGINNEN und KOLLEGEN VOR ORT, gehört zu den WAHREN HELDEN in dieser Krisenzeit.

DANKE für euren Mut, eure Standhaftigkeit und eure Pflichterfüllung!

Die kommenden Wochen werden nicht einfacher werden. Ich bitte Euch deshalb um Vorsicht, Achtsamkeit und Solidarität – letzten Endes zum Wohle von uns allen!

Bleibt gesund!

Ein frohes Osterfest

wünscht Euer

Gottfried Kehrer