DER MENSCH
IM MITTELPUNKT

Frühstarterbonus auch für Beamte

Heute wurde im parlamentarischen Ausschuss für Arbeit und Soziales die Umsetzung zweier wichtiger Forderungen der FCG auf den Weg gebracht.

Die Ruhe- und Versorgungsbezüge von BeamtInnen sollen zum selben Zeitpunkt und im selben Ausmaß erhöht werden wie die Pensionen in der gesetzlichen Pensionsversicherung. Außerdem soll der ab 1. Jänner 2022 für Pensionen in der gesetzlichen Pensionsversicherung gebührende Frühstarterbonus auch für BeamtInnen umgesetzt werden. Die Regelungen im Detail:

Pensionsanpassung

Bisher erfolgt die erstmalige Erhöhung einer Pension / eines Ruhebezuges mit Wirksamkeit ab 1. Jänner des dem Beginn des Anspruches auf die Pension / den Ruhebezug zweitfolgenden Kalenderjahres.

Ab 1. Jänner 2022 sind Pensionen / Ruhebezüge, die ab dem in der linken Spalte genannten Monatsersten des vorangegangenen Kalenderjahres gebühren, ab 1. Jänner mit dem in der rechten Spalte genannten Prozentsatz des Anpassungsfaktors zu vervielfachen:

  • 1. Jänner 100 %
  • 1. Februar 90 %
  • 1. März 80 %
  • 1. April 70 %
  • 1. Mai 60 %
  • 1. Juni 50 %
  • 1. Juli 40%
  • 1. August 30%
  • 1. September 20%
  • 1. Oktober 10 %

Bei Ruhebezügen, die ab 1. November des vorangegangenen Kalenderjahres gebühren, erfolgt die erstmalige Anpassung ab 1. Jänner des dem Beginn des Anspruchs auf den Ruhebezug zweitfolgenden Kalenderjahres.

Diese Prozentsätze gelten auch bei der erstmaligen Anpassung für von diesen – noch nicht erstmalig angepassten – Pensionen / Ruhebezügen abgeleitete Hinterbliebenenpensionen / Versorgungsbezüge.

Frühstarterbonus

Ein Frühstarterbonus in der Höhe von einem Euro gebührt für jeden im Pensionskonto enthaltenen Beitragsmonat auf Grund einer Erwerbstätigkeit, der vor dem Monatsersten nach der Vollendung des 20. Lebensjahres erworben wurde.

Der Frühstarterbonus gebührt nur, wenn mindestens 300 Beitragsmonate auf Grund einer Erwerbstätigkeit im Pensionskonto vorliegen, von denen mindestens zwölf vor dem Monatsersten nach der Vollendung des 20. Lebensjahres erworben wurden, und ist mit dem Höchstausmaß von 60 Euro begrenzt.

An die Stelle der in den vorigen Sätzen genannten Beträge treten bei Bemessungen ab 1. Jänner eines jeden Jahres, erstmals ab 1. Jänner 2023, die unter Bedachtnahme auf § 108 Abs. 6 ASVG mit der jeweiligen Aufwertungszahl (§ 108a Abs. 1 ASVG) vervielfachten BeträgeFü

Leserbrief !

A1 Familie

Ich war so stolz auf dieses Unternehmen und darauf, Teil der A1 Familie zu sein!

Stolz, dass wir es geschafft haben, ohne Kurzarbeit durch die Corona-Krise zu kommen. Stolz, dass wir die Digitalisierung Österreichs vorangetrieben haben und diese selbst im Homeoffice vorgelebt haben. Stolz, in einem zukunftsweisenden Unternehmen zu arbeiten, das neue flexible Arbeitszeitmodelle ermöglicht.

Eigentlich sollte mein stolzes Lächeln das perfekte Bild für die A1 Smile Kampagne ergeben – doch das Lachen ist mir vergangen

Nearshoring

Diesen Begriff haben jetzt einige von uns in aller Deutlichkeit kennenlernen müssen! Es ist die Verlagerung betrieblicher Aktivitäten ins nahegelegene Ausland – im konkreten Fall nach Bulgarien.

In einem von Sonja Wallner eilig einberufenen Termin ohne Agenda wurden alle CFO Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kenntnis gesetzt, dass Arbeitsplätze bis Ende März nach Bulgarien „verschoben“ werden. Es dauerte, bis die Message sackte und wir zu verstehen begannen, dass diese Arbeitsplätze hier in Österreich abgebaut und in Bulgarien aufgebaut werden. Selbst direkt betroffene Kolleginnen und Kollegen wurden zuvor nicht informiert und hörten hier zum ersten Mal von der Auflösung ihrer Teams.

In den Medien wird nun von Unternehmens Seite kalmiert und lediglich von 24 Arbeitsplätzen aus Buchhaltung und Einkauf gesprochen, die in Bulgarien gebündelt werden. Doch es wäre naiv zu glauben, dass es damit getan sei! Selbst CFO Sonja Wallner hat gegenüber ihrem versammelten Team von einem „ersten Schritt“ gesprochen.

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Nearshoring – schrittweise Aushöhlung in der A1

Die neue Strategie – Verlagern statt Auslagern

Nein, kein Stranderlebnis am Schwarzen Meer. Was wie die Einladung zum Traumurlaub klingt, ist der neueste Trick aus der neoliberalen Zauberkiste: Nearshoring – die Verlagerung der Arbeit ins Ausland, aber innerhalb des Konzern. Die Arbeit wird zwar im Konzern gemacht, sie wird aber in ein Billiglohnland verlagert (1/5 der Lohnkosten in Österreich!!).

Die Digitalisierung macht es möglich und bringt lauter „Vorteile“! Für das „Leadership Management“, wohl gemerkt:

  • Höhere Ausschüttungen, höhere Prämien! In Millionenhöhe, die aber nur an das Topmanagement fließen.
  • Verunsicherte MitarbeiterInnen? Wem‘s nicht passt, der kann ja gehen!
  • Vergämte (Ex) Kunden? Wurscht! Die Kostenersparnis fängt das locker auf!

Den bedenklichen Entwicklungen können und wollen wir nicht tatenlos zusehen.

  • Schluss mit dem scheibchenweisen Aushöhlen des Österreich Standortes.
  • Der Faktor MENSCH wird anscheinend immer weniger Wert.
  • Das einst größte Telekommunikations-Unternehmen begibt sich in immer größere Abhängigkeiten.

Nachdem uns der Umfang und die Konsequenzen des Nearshoring-Projektes jetzt immer klarer wird, ist nun auch der Eigentümervertreter der Staatsanteile in die Pflicht zu nehmen.

Wir werden aktiv das Gespräch mit dem Finanzministerium suchen, ob die bedenklichen Entwicklungen im Sinne des Staates sind.

Herzlichst Euer
Gottfried Kehrer

P.S. Jetzt geht’s um UNSERE ARBEITSPLÄTZE