DER MENSCH
IM MITTELPUNKT

„human@center“ – die Strategie 2023

Ein griffiger Titel, eine perfekte PowerPoint-Show, der A1-Vorstand als Showmaster, Konferenzschaltung der 5 Veranstaltungen – das übliche Brimborium also.

„Der Mensch im Mittelpunkt“ (engl. „human@center“) also. Da wimmelt es nur so von Schwerpunkten, Prozessen, Frames, Goals, Performances etc. – wer Lust darauf hat, es ist im Intra-Net abrufbar. Der Mitarbeiter/ die Mitarbeiterin wird ununterbrochen zitiert – ohne dass auf sie eingegangen wird. Zwar ist „Social“ ein zentraler Punkt, er wird nur nie getroffen. Es geht um alles, aber nie darum, wie es den Menschen im Unternehmen geht, was zu verbessern ist, wo man sie abholen muss etc.

Die WIRKLICHEN Ziele werden so nebenbei enthüllt:

  • „demographisch gesehen wird in 5 Jahren jeder Dritte von uns weg sein“, d.h. ein Drittel von 6489 MitarbeiterInnen!
  • „In diesem Zeitraum werden wir über 1000 Arbeitskräfte einstellen“
  • Die Frage, wie denn die Arbeit von 1000 (!) eingesparten Mitarbeiter*innen erledigt werden soll…. wird NICHT BEANTWORTET!
  • „Unsere Mitarbeiter müssen sich höher qualifizieren. Aber in unsere Schulungen habe ich mit Müh und Not 30 Teilnehmer gebracht. Ich versteh das nicht!“
  • „Wir sind die drittwertvollste Marke in Österreich, da sind wir Spitze.“ …. aber im Brand Net Promoter Score (= Weiterempfehlungsrate) sind wir weit abgeschlagen bei -23,4! Magenta (-5,3) und Drei (-10,3)

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Kilometergeld sofort erhöhen!

„Das Defizitgeschäft für die Beschäftigten, die auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind, ist bereits unerträglich!“

Laut der neuesten Berechnungen der Statistik Austria liegen die Preissteigerungen für Pkw-Besitzer von 2021 auf 2022 bei stolzen 17,2 Prozent, also beim Doppelten des allgemeinen Preisniveaus. Für Fritz Pöltl, den Vorsitzenden der FCG-ÖAAB-Fraktion in der AK-Wien, ist eine sofortige Erhöhung des Kilometergeldes jetzt mehr als nur angebracht: „Den Beschäftigten, die im Job auf ihre Fahrzeuge angewiesen sind, ist das Defizitgeschäft nicht länger zuzumuten. Mit dem seit 14 Jahren gleich hohen Kilometergeld von nur 0,42 Euro finanziert der Mitarbeiter seinen Arbeitgeber kann aber damit nicht mehr die Kosten für den Betrieb des Fahrzeuges abdecken!“

Preistreiber

Größter Preistreiber waren die Kraftstoffe, die im Vorjahr um 42 Prozent zugelegt haben. Aber auch die Anschaffungskoten stiegen um 21,5 massiv. Besonders schmerzlich für den Klimaschutz findet Pöltl:
„Der massive Preisanstieg bei Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen verhindert auch den schnellen Austausch hin zu alternativen Antrieben und entfernt sich daher immer mehr von der Erreichung der geplanten Klimaziele.“

Steuer senken, Km-Geld erhöhen

Der ÖAMTC etwa fordert in diesem Zusammenhang die Senkung der Mineralölsteuer, eine nachhaltige Reform der Pendlerpauschale und einer Erhöhung des Kilometergeldes für jene, die mit dem privaten Pkw Fahrten für ihre Arbeitgeber durchführen müssen. Für Fritz Pöltl bedeutet dies gleichzeitig: „Ein Appell an die politisch Verantwortlichen, dass Mobilität leistbar bleiben muss, wenn wir im Wettbewerb bestehen bleiben wollen!“

Geblockte Altersteilzeit muss bleiben!

„Älteren Arbeitnehmern muss die Wahl bleiben, aber Lehrlinge am Arbeitsmarkt verstärkt fördern!

Gegen die stufenweise Abschaffung der geblockten Altersteilzeit, wie dies von der Bundesregierung angekündigt wurde, spricht sich neben dem ÖGB und Vertretern der Opposition auch die Wiener AK-Fraktion von FCG und ÖAAB aus. Fraktionsvorsitzender Fritz Pöltl: „Den älteren Arbeitnehmern muss die Wahl bleiben, sich schrittweise ohne Nachteile aus der Arbeitswelt zurückziehen zu können, wenn sie ihre Tätigkeit physisch oder psychisch nicht mehr voll ausüben können oder wollen.

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