DER MENSCH
IM MITTELPUNKT

Das Coronavirus aus arbeitsrechtlicher Sicht

Was tun, wenn eine Arbeitnehmerin bzw. ein Arbeitnehmer an dem Coronavirus erkrankt?

Erkrankt eine Arbeitnehmerin bzw. ein Arbeitnehmer am Coronavirus, liegt ein normaler Krankenstand mit den entsprechenden Folgen, wie vor allem Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber vor.

Darf eine Arbeitnehmerin bzw. ein Arbeitnehmer aus Angst vor dem Coronavirus eigenmächtig zu Hause bleiben?

Nein. Grundsätzlich sollten sämtliche Verfügungen bezüglich der Anwesenheitspflicht im Betrieb zwischen Arbeitnehmerin bzw. Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinbart werden. Ein eigenmächtiges, einseitiges Fernbleiben von der Arbeit wäre insbesondere dann gerechtfertigt, wenn eine objektiv nachvollziehbare Gefahr bestünde, sich bei der Arbeit mit dem Virus anzustecken. Dies wäre beispielsweise dann gegeben, wenn es im unmittelbaren Arbeitsumfeld bereits zu einer Ansteckung mit dem Virus gekommen wäre. Das gilt nicht für jene, die berufsmäßig mit Krankheiten regelmäßig zu tun haben, wie etwa in Spitälern oder Apotheken.

Darf eine Arbeitnehmerin bzw. ein Arbeitnehmer eine Dienstreise in ein betroffenes Gebiet ablehnen?

Wenn durch die Reise die Gesundheit in einem erhöhten Ausmaß gefährdet ist, ja. Reisewarnungen des Außenministeriums sind vom Arbeitgeber jedenfalls zu beachten. Aufgrund des Coronavirus gibt es derzeit partielle Reisewarnungen für Regionen in China und Südkorea sowie für bestimmte Gemeinden in Italien. Die aktuellen Reisewarnungen finden Sie auf der Homepage des Außenministeriums.

Was passiert, wenn aufgrund von Lieferengpässen oder Umsatzrückgängen das Personal nicht oder nur eingeschränkt einsetzbar ist?

Es kann der Abbau von Zeitguthaben (Zeitausgleich), aber auch Urlaub vereinbart werden. Kurzarbeitslösungen, wie etwa für die Reisebranche vorgesehen, bedürfen einer Vorlaufzeit. Hier ist etwa eine Betriebs- bzw. Einzelvereinbarung sowie eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem AMS erforderlich. Nähere Infos zur Kurzarbeit finden Sie auf der AMS-Homepage. (mehr …)

FCG Weihnachtshilfe

Auf Grund der Information des Kollegen Christian F. wurden wir auf das Schicksal der Familie unseres Mitarbeiters Philipp K. aufmerksam und wir schritten zur Tat. Die kleine Magdalena braucht ein neues Herz und damit verbunden kommen viele Belastungen auf die junge Familie zu. Ein wenig wollen wir dazu beitragen, dass die Sorgen etwas kleiner ausfallen.

Mit der FCG Weihnachtshilfe haben wir unter den FCG Mandataren eine Sammlung durchgeführt und diese an die Familie übergeben. Inzwischen wurde Magdalena operiert und befindet sich bereits am Weg der Besserung, wobei ihr noch viele Belastungen bevorstehen.

Wir wünschen der Familie von Philipp alles Gute!

Johannes Kloiber

Gehaltsabschluss für 2020

Nach mehreren  Verhandlungen, konnte nun doch eine Einigung mit dem Unternehmen bei den diesjährigen Gehalts- und Kollektivvertragsverhandlungen erzielt werden.

Hier die wichtigsten Punkte:

  • Kollektiv- & Gehaltserhöhung (KV- und IST-Löhne, Gehalt und Dienstzulagen) um 2,2 % mit Deckel 110 Euro.
  • Treuprämie: Ab 20 Jahren Firmenzugehörigkeit bekommt man zukünftig jährlich 300 Euro brutto.
  • Erhöhung bei der Lehrlingsentschädigung, angepasst dem Handel.
  • Diverse Anpassungen im Rahmenrecht.

Erfreulich ist, dass es nun auch Zusagen seitens des Unternehmens in Hinblick auf die Übernahme von Leasingkräften gibt. Eine dieser langjährigen FCG Forderung wird nun entsprochen, wonach Leasingkräfte welche länger als 15 Jahre bei A1 beschäftigt sind, nun fix übernommen werden.

In eigenen Arbeitsgruppen werden 2020 die Themen „Erhöhung der Rufbereitschaft“ und „Umstellung der Fernmeldepauschale auf Reiserechnung“ im Detail behandelt.

Für weitere Fragen, stehen euch die FCG-Personalvertreter gerne zur Verfügung!

Euer

Gottfried Kehrer

2020_TA_Gehaltstabellen_110