DER MENSCH
IM MITTELPUNKT

Abschluss der Gehalts- und Kollektivvertragsverhandlungen für 2022

Ab 1.1.2022 werden die KV- und Ist-Löhne der Angestellten, LeiharbeiterInnen, Lehrlinge, sowie die Gehälter der beamteten KollegInnen um brutto + € 130,- (=jährlich brutto + € 1.820.-) für Vollzeitbeschäftigte erhöht!

Angestellte:

  • Rufbereitschaft: Ab 1.1.2022 beträgt die Pauschale an Werktagen 35 Euro pro Tag (bisher 31 Euro) und an Sonn- und Feiertagen 66 Euro pro Tag (bisher 54 Euro).
  • Die Betriebsvereinbarung „Treueprämie“ wird für 2022 verlängert.
  • Überlassene Arbeitskräfte, die länger als 13 Jahre bei A1 tätig sind, werden im Laufe des Jahres 2022 übernommen.

Beamte:

  • Es werden 2 Ernennungstermine (Juli 2022 und Jänner 2023) vereinbart. Es besteht das gemeinsame Verständnis, dass aus administrativen Gründen (zeitgerechte Übermittlung an das BMF) unmittelbar vor der Ernennung zumindest eine zwei Monate andauernde Höherverwendung in die zu ernennende Verwendungsgruppe/Dienstzulagengruppe bestehen muss.
  • Rufbereitschaft: Die Bereitschaftsentschädigung nach § 17b Gehaltsgesetz 1956 wird ab 1.1.2022 analog der Regelung der Angestellten festgesetzt.

Lehrlinge:

  • Die Auszahlung der Kosten für die Heimfahrt erfolgt steuerfrei und hinkünftig gleich (statt bisher in drei Teilen).
  • Lernzeit für die Matura! Ab dem zweiten Lehrjahr stehen für die Prüfungsvorbereitung bis zu fünf Tage Lernzeit zeitnah vor der Prüfung nach Abstimmung mit der Leitung der Lehrausbildung zur Verfügung.
  • Für die KV3 Fachstufe werden Lehrzeiten im Umfang eines ganzen Jahres angerechnet, sodass sich die Verweildauer in der Grundstufe von 3 auf 2 Jahre verkürzt.

Gehaltstabelle 2022

Für weitere Fragen, stehen die regionalen FCG Personalvertreter gerne zur Verfügung.

Herzlichst Euer

Gottfried Kehrer

Zeit für Wahrheit!

Wir erwarten seriöse Vorschläge – keine Mogelpackungen

Anscheinend hat die Unternehmensleitung die Zeichen der Zeit noch immer nicht erkannt. Statt ernst zu nehmender Vorschläge versuchen es Grausam & Co weiterhin mit Tricks – viel Verpackung, wenig Inhalt

Zeit, der Wahrheit ins Auge zu schauen:

  • Die Telekom-Branche boomt
  • 2% Umsatzplus, 5% + EBITDA-Steigerung: wir sind die klare Nummer 1 in Europa. Auf das Unternehmensergebnis können wir stolz sein.
  • Dafür sind vor allem die außerordentlichen Leistungen unserer Kolleginnen und Kollegen verantwortlich – besonders während der Lockdowns!!

Ein Blick in die Zukunft:

  • 2022 wird nicht einfacher: Weitere Lockdowns sind wahrscheinlich, der hohe Leistungsdruck auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird anhalten!!
  • + 5,1% Wirtschaftswachstum für Österreich
  • 3,7% Inflationsrate derzeit, 2022 ähnlich hoch!

FAZIT:

Die fälligen Lohnerhöhungen sollen die außerordentlichen Leistungen unserer Mitarbeiter*innen abgelten, die Gewinne gerecht verteilen, die Belastungen (Inflation 2021 +2022) ausgleichen und vor allem: die zu erwartenden außerordentlichen Mehrleistungen entgelten.

Wir von der FCG fordern einen gerechten Lohn für eure Leistung!  Und wir sind bereit, gewerkschaftliche Kampfmaßnahmen zu ergreifen, wenn von der Unternehmensleitung keine fairen Angebote kommen!

Herzlichen Euer

Gottfried KEHRER

PS: Ein Blick auf andere Betriebe macht uns sicher: + 3,77% (ÖBB), + 3,55% (Metaller)

 

Salamitaktik oder Towers, Nearshoring, Outsourcing….

Vor kurzem wurde in einem eilig angesetzten Meeting der neue Weg, den A1 gehen wird, aufgezeigt. Arbeitsplätze, die bis dahin als in Österreich sicher verankert galten, werden mit Anfang 2022 nach Bulgarien ausgelagert. Nearshoring wird dies nun genannt. Ein neu zu lernendes Fremdwort, das bald in vielen Bereichen verinnerlicht sein wird.
Ob des (vom Eigentümer vorgegebenen) Personalkostendrucks, werden neue Wege gegangen und Arbeitsplätze einfach ins Ausland verschoben. Ungeachtet des zu befürchtenden Qualitätsverlustes. Das Aushöhlen der österreichischen Zentrale, des know hows, der Kontrolle und Leitung des gewinnbringendsten Teils der Group ist ganz offensichtlich das Ziel.

Die jährlichen tollen Zahlen, die der Standort Österreich, und damit ihr, liebe Kollegin, lieber Kollege täglich erarbeitet, scheinen nebensächlich. Dem mexikanischen Eigentümer reicht das bei weitem nicht. Auch die Auslagerung der Funktürme in eine eigene Gesellschaft (Towers) dient nur dem Zweck, mehr Geld zu lukrieren. Der Breitbandausbau in Österreich wird als nicht lukrativ angesehen, und damit auch nicht forciert. Die Konsequenz: Österreich schlittert im internationalen Ranking immer weiter nach unten, und verliert als Wirtschaftsstandort an Bedeutung.

Aber wozu?
Es liegt für uns die Vermutung nahe, dass hier die finanzielle Basis für eine Komplettübernahme Österreichs mit Ende des Syndikatvertrags vorbereitet wird.

STOPP dem A1 Ausverkauf  in Österreich
STOPP dem Arbeitsplatzabbau in Österreich
STOPP der Schwächung Österreichs als Wirtschaftsstandort

Wir fordern ein klares Bekenntnis zum Standort Österreich auch nach 2024, und das Beenden der Salamitaktik!

Das fordern Deine FCG Personalvertreter

Evelyn Reiff und Gerhard Pelz