DER MENSCH
IM MITTELPUNKT

Zweite Runde der A1 Kollektivvertrags- und Gehaltsverhandlungen 2019 abgebrochen!

Heute fand die zweite Runde der Gehalts- und Kollektivvertragsverhandlungen statt. Nach Präsentation der Arbeitergeberforderungen und der deutlichen Ablehnung der Diskussion über unsere Forderungen durch HR Bereichsleiter Peter Pirkner wurden die Verhandlungen nach nicht einmal einer Stunde abgebrochen.

Aus Sicht der Arbeitgeberseite müssen die Personalkosten um mindestens 1,8% reduziert werden! Wie soll das funktionieren? Wir haben jetzt schon in vielen Bereichen wie z.B. ICTS, FF, BUC CSS, ….. viel zu wenig KollegInnen. Die KollegInnen haben größte Schwierigkeiten auf Urlaub zu gehen, Gutstunden abzubauen, etc …… Wir verlieren KollegInnen, weil die Rahmenbedingungen nicht passen, sie sich schlecht bezahlt fühlen oder durch Überlastung aufgeben!

Es wurde kein ausreichendes finanzielles Angebot vorgelegt. Eine Abgeltung der Inflationsrate von 2,02 % ist einfach viel zu wenig! Stark gestiegene Mieten, Treibstoff- und Lebensmittelpreise müssen bezahlt werden. Daher fordern wir eine entsprechende Einkommenserhöhung.

Wir fragen uns, ob eine hohe Dividende bei einem Unternehmen in der Restrukturierungsphase gerechtfertigt ist? Wir sind überzeugt, dass weniger Dividende und statt dessen mehr Investitionen in die KollegInnen und in die Personalentwicklung, sowie in die Systeme, ins Netz, bzw. in die Zukunft von A1 dringend notwendig sind!

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 18.12.2018 statt. Sollte bei diesem Termin kein annehmbares Angebot vorgelegt werden, informieren wir euch bei Betriebsversammlungen über die laufenden Verhandlungen bzw. weiteren Schritte.

Weiters zur Info: die KollegInnen der Arbeitnehmervertretung unserer Mitbewerber konnten die Gehaltsverhandlungen der alternativen Telekom-Anbieter am 03.12.2018 erfolgreich abschließen! Folgender Abschluss konnte für den Geltungstermin: 01.01.2019 erzielt werden:

  • Gehaltsrechtlicher Teil:
  • Mindestgehälter: plus 2,60%
  • IST-Gehälter: plus 2,50% – maximal € 125.-
  • Lehrlinge: plus 3,29% bis 11,30%
  • Rahmenrechtlicher Teil:
  • Ein zusätzlicher Urlaubstag ab 1.1.2019

Anrechnung von Hospiz- und Elternkarenzen auf alle arbeits- und entgeltrechtlichen Ansprüche bis zu einem Höchstausmaß von 22 Monaten (gilt für Karenzen ab dem 1.1.2019)

Mit dem zusätzlichen Urlaubstag hat dieser Abschluss einen Wert von knapp über 3,00%.

Gottfried Kehrer

Mitglied des Verhandlungsteam der Kommunikationsgewerkschaft GPF

Start mit den Gehaltsverhandlungen

Am 28. November 2018 hat die 1.Kollektiv- und Gehaltsverhandlungsrunde bei der Telekom Austria AG stattgefunden. Das Verhandlungsteam der Kommunikationsgewerkschaft GPF hat folgende Forderungen an die Unternehmensleitung übergeben.

Gehaltsrechtliche Forderungen:

  • Deutliche Erhöhung der KV- und IST- Löhne, der Lehrlingsentschädigung, ebenso der Gehälter und Dienstzulagen (durchschnittliche Inflation im Beobachtungszeitraum Oktober 2017 bis September 2018 => 2,016%), kein Deckel!
  • Deutliche Erhöhung der Rufbereitschaftsregelung
  • Zeitabhängige Vorrückungen/KV Erhöhungen (z.B. alle 5 Jahre eine Erfahrungsstufen-Vorrückung)
  • Beibehaltung der Expertenstufe bei Wechsel der Verwendungsgruppe. Bsp. Bei Wechsel aus VWG 3E inkl. Senioritätsstufe in die VWG 4F bleibt der Gehalt unverändert (da VWG 4F weniger beträgt wie VWG 3E inkl. Seniorität), erst nach weiteren 5 Jahren in der Fachstufe erfolgt die Umreihung in die VWG 4F inkl. Seniorität und das ergibt ~ €20.- brutto mehr!
  • Freizeitvariante (Lohnerhöhung plus x-Tage zusätzlich Freizeit)
  • Jubiläumsgeld bzw. –zeit
  • Erhöhung des Überstunden- Zuschlages in der Zeit von 22 bis 6 Uhr auf 150% (§12/Abs.4)
  • Jobticket, Übernahme der Streckenkarte für die Strecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte kann steuerfrei zur Verfügung gestellt werden, Anspruch im KV regeln
  • Erfolgs- bzw. Gewinnbeteiligung

Rahmenrechtliche Forderungen:

  • §1 Aufnahme der A1 Digital International GmbH in den KV
  • §8/Abs.13 NEU Sonderurlaubstag für von der Personalvertretung veranstaltete Betriebsausflüge
  • §11/Abs.3 Regelung auf alle KollegInnen, welche am 8.12. Dienst versehen, ausdehnen.
  • §11/Abs.4 Löschung letzter Satz; keine Ausnahme für KollegInnen in Rufbereitschaft/Sondereinsatz
  • §11/Abs.5 Rechtsanspruch auf 4-Tage Woche (nur auf Wunsch der KollegIn)
  • §12/Abs.7 Wahlmöglichkeit der KollegIn über die Art der Überstundenabgeltung
  • §16a NEU neuer § betreffend Einsatzzeiten/Fortbildung bei anerkannten Rettungsorganisationen/Feuerwehr im Ausmaß von bis zu 5 Arbeitstagen/Jahr
  • §16 Tägliche Aus- und Weiterbildungsstunde unter Gehaltsfortzahlung
  • §18 Erholungsurlaub 6. Urlaubswoche nach Dienstalter von 25 Jahren bzw. angelehnt nach §65 (1) BDG => ab 43 Lebensjahren (je nachdem was früher eintritt)
  • §28 Anrechnung sämtlicher Karenzzeiten auf alle arbeits- und entgeltrechtlichen Ansprüche
  • §30 Ausdehnung der Pflegefreistellung auf zwei Wochen/Kalenderjahr, Abs.2 wäre dann hinfällig, Abs.3 und Abs.4 anpassen
  • §47 Verwendungsgruppen und §48 Qualifikationsstufen, Überarbeitung der Definitionen über Verwendungsgruppen und Qualifikationsstufen

Weitere Themen auf unserer Agenda:

  • Betriebspensionskassa für jene KollegInnen, welche derzeit keine Regelung haben (Neueintritte ab Kündigung der BV, BeamtInnen), Weiterbestand der bisherigen Ansprüche und Definition der Ansprüche im Kollektivvertrag
  • 2 Ernennungstermine (Juli 2019 und Jänner 2020)
  • Übernahme sämtlicher Reisekosten im Zusammenhang mit der Lehrlingsausbildung
  • Angebot des Dualen Studiums auch für bestehende KollegInnen
  • Bonuszahlungen für Matura, derzeit €1.000.- Forderung auf €2.000.- erhöhen
  • Einstieg in das Trainee-Programm nach der Lehrzeit
  • Individueller Karriere- und Gehaltsplan
  • Laptopupgrade für Lehrlinge auf einen Surface-Laptop und ein €100.- A1 Gutschein
  • Provisionszahlungen für Shoplehrlinge im letzten Lehrjahr
  • Arbeitszeit der Shoplehrlinge auf Mo-Fr einschränken, derzeit ab dem 2.Lehrjahr 2x/Monat Samstagsdienst

Die nächsten Verhandlungsrunden finden am 11. und 18. Dezember 2018 statt.

Dein

Gottfried Kehrer

Mitglied des Verhandlungsteam der Kommunikationsgewerkschaft GPF

Familienbonus PLUS

Jetzt über dem Arbeitgeber beantragen!

Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich klar zum Ziel gesetzt, die Steuer- und Abgabenquote zu senken. Nach der Senkung der Arbeitslosenversicherung für Einkommen bis 1.948.- € ab 1. Juli wird als zweiter Schritt der „Familienbonus Plus“ eingeführt. Er reduziert die Steuerlast um bis zu 1.500.- Euro pro Kind und Jahr.

Gerade jene Eltern, die neben der Erziehung ihrer Kinder berufstätig sind, sollen für ihre Leistung der Kindererziehung eine spürbare Anerkennung erfahren. Dies wird entgegen der bisherigen Förderungslogik nicht durch eine neue staatliche Geldleistung, sondern mit Hilfe einer substanziellen Steuerentlastung erreicht werden. Nicht weniger als 950.000 Familien mit 1,6 Mio. Kindern, primär mit kleinen und mittleren Einkommen, werden ab 2019 von einer Steuerlast von bis zu 1,5 Milliarden Euro befreit.

In weniger als zwei Monaten tritt der Familienbonus Plus in Kraft. Diese Steuerentlastung in der Höhe von bis zu 1.500 Euro pro Jahr und Kind kann auf zwei Arten in Anspruch genommen werden:

  • Über die Steuererklärung bzw. Arbeitnehmerveranlagung: Mittels Formular L1 und Beilage L1k im Zuge der Veranlagung, erstmals im Jahr 2020 für das Jahr 2019.
  • Über die Lohnverrechnung: Antrag beim Arbeitgeber ab Dezember 2018 mithilfe des Formulars E 30.

Berechnen Sie ihren Steuervorteil: www.bmf.gv.at/top-themen/familienbonusplus.html

FCG Familienbonus Plus

Herzlichst Euer

Gottfried Kehrer