DER MENSCH
IM MITTELPUNKT

KPI Challenge 2020 in BUC!

Das falsche Instrument, der falsche Zeitpunkt, das falsche Signal.

So was muss einem erst einmal einfallen!

Ein „Wettkampf“ in einem (staatsnahen!) Unternehmen, während die Regierung gerade Milliarden in den Wiederaufbau der Wirtschaft investiert, um Arbeitsplätze zu retten (Stichwort „AUA“).

Selbstverständlich lehnen wir die „Challenge“ ab:

  1. Keine faire Ausgangssituation für alle Teams
    • Die Teams haben unterschiedliche, nicht vergleichbare Agenden
    • Gerade Teams, die neue Agenden übernommen haben, sind noch nicht „sattelfest“.
  2. Der falsche Zeitpunkt
    • Telefonieren, Geschäftsfälle bearbeiten, Kunden zurückrufen und verkaufen mit all den anstehenden Problemen, das ist der falsche Zeitpunkt für Spielchen!
    • Derzeit sind unsere Kolleginnen und Kollegen mit massiven Kundenanfragen und technischen Problemen konfrontiert. Die „Challenge“ ist ein zusätzlicher Stress, der ihnen nicht zumutbar ist!
    • Mitarbeiter*innen sollte der Rücken gestärkt werden, anstatt sie noch mehr unter Druck zu setzen – siehe „Führungsverhalten für Anfänger, Teil 1“!
  3. Das falsche Signal
    • Veröffentlichung in „Workplace“? Schon vergessen – Workplace ist freiwillig außerdem hat’s nicht jede/r.
    • die Veröffentlichung von „Low-Performern“ ist eine Diskriminierung – das lehnen wir striktest ab!

Schon mal darüber nachgedacht, was die Medien über uns berichten, wenn sie davon Wind bekommen?

Herzlichst Euer

Gottfried Kehrer

PS: Sind dies die einzigen Maßnahmen unseres BUC-Managements, um aus der Krise rauszukommen? Wo sind sinnvolle Strategien, um die Fehler der letzten Jahre  – von den verantwortlichen Managern im BUC –  zu korrigieren?

 

Home Office: Chancen oder Risiko?

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen!
Dass die Covid19-Krise die Dynamik der Digitalisierung enorm beschleunigt hat, das konnten wir in den letzten 10 Wochen hautnah miterleben. Atemberaubend, was – unter dramatisch geänderten Rahmenbedingungen – auf einmal möglich sein musste und tatsächlich möglich war!  Und mit einem Mal stand ein Arbeitsmodell im Mittelpunkt – das HOMEOFFICE.
Jetzt, mit der Erfahrung von zweieinhalb Monaten, stellt sich die Frage – Chance oder Risiko? Fluch oder Segen? Was ist dieses Homeoffice nun?
Wie die Ergebnisse der aktuellen Umfrage in der A1 zeigen – beides!
Zum einen schätzen die MitarbeiterInnen die Vorteile:
  • Weniger Stress: bei Hin- und Rückfahrt
  • Zeitersparnis: siehe oben
  • Ungestörtheit: man kann konzentrierter und kreativer arbeiten
  • Flexibilität: eine bessere Work-Life-Balance ist möglich
Allerdings – die Nachteile sind gewichtig:
  • Das Fehlen sozialer Kontakte, Vereinsamung: mit ABSTAND der größte Mangel!
  • Das Fehlen des (unmittelbaren) Informationsflusses: man ist auf Medien angewiesen!
  • Verschleppen von Problemen: wo das Team fehlt, fehlen die menschlichen Korrekturen!
  • Vermischung von Beruf und Privat: z.B. durch die 18 Stunden-Erreichbarkeit!
  • Vorurteile des Managements: führen zu Arbeitsstress und Selbstausbeutung!
Hier sind die Unternehmensleitung und die Management-Ebenen gefragt, denn es braucht:
  • Klare Absprachen
  • Klare Zielvereinbarungen
  • Klare Grenzen der Erreichbarkeit
  • Die Einbindung in Teams muss gewährleistet bleiben
!   Die Versuchung, in erster Linie durch Kostenersparnis (Büros, Infrastruktur, u.s.w.) die Konzerngewinne und Manager-Boni zu steigern, liegt natürlich nahe. Ebenso die Gelegenheit, die Home-Office-ArbeiterInnen zu vereinzeln und zu entsolidarisieren.
!!  Hier garantieren wir: da beißt ihr bei uns auf Granit! Genau deshalb sind wir Personalvertreter ja da – die ureigensten Interessen der Beschäftigten zu vertreten! OHNE WENN UND ABER!
Herzlichst Euer
Gottfried Kehrer

Dank an alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Menschenwürdige Arbeitsbedingungen, sozialer Friede und das Austragen von Konfliktlösungen nicht im Wege der bedingungenlosen Konfrontation, sondern am Verhandlungstisch, sind die Errungenschaften unserer Sozialpartnerschaft. Das ist nicht selbstverständlich. Gerade in Krisenzeiten wird deutlich sichtbar, wie wertvoll diese konstruktive Systematik des Interessensausgleichs sowie unser Sozialstaat sind. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Österreich tragen durch ihren Fleiß und ihre Motivation wesentlich zur positiven Entwicklung unseres Landes bei. Dafür gebührt großer Dank!“, betont Norbert Schnedl, FCG-Bundesvorsitzender, der auch ÖGB-Vizepräsident und GÖD-Vorsitzender ist, anlässlich des Tages der Arbeit.

(mehr …)